Kamerad sein und Kamerad bleiben


Viele Kameradinnen und Kameraden müssen schon geraume Zeit auf Grund einer PTBS – Symptomatik ihrem Dienstgeschäft fernbleiben. Sie wünschen sich wieder handlungssicher zu werden, Kameradschaft zu erleben, militärische Tätigkeiten durchzuführen, aktive Freizeit zu verbringen und vor allem ihre Ängste abzubauen. Der Reha-Ansatz, durch tiergestützte Aktivitäten (tgA) diesen Wünschen näher zu kommen, ist das Ziel des Projektes EHR furcht.


Zusammen mit Holz und Pferd


Pferde sind sehr soziale Wesen. Sie haben sich als Fluchttier hoch spezialisierte Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen zugelegt. Deshalb können sie bei ihrem Gegenüber und in der Umgebung sofort emotionale Spannungsfelder wahrnehmen und sich entsprechend darauf einstellen. Diese Fähigkeit der Pferde, uns unsere innere und äußere Haltung widerzuspiegeln, bietet eine Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung.

Ebene deinen Weg


Das Pferd sendet eindeutige Signale auf der nonverbalen Ebene im Gegensatz zum Menschen, wo verbale und nonverbale Botschaften differieren können. Das Pferd fordert uns so zu einer eindeutigen Kommunikation und Klarheit auf. Dadurch kommen wir in Kontakt mit uns selbst und finden einen konkreten Ausdruck unserer Emotion und unseres Wollens. Kameradinnen und Kameraden sollen durch Pferde und die Arbeit mit ihnen eine Möglichkeit zur Kommunikation sowohl mit dem Tier als auch dem begleitenden Fachpersonal finden. Unterstützt wird das Projekt von einem Team aus zivilen Fachkräften, Psychologen, Soldaten und den Tieren.

Wir schaffen es nur gemeinsam


Die Arbeit mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz in der freien Natur, im Wald bei Wind und Wetter, fordert Kraft und Anstrengung – macht müde und lässt keinen Spielraum zum Grübeln. Vielmehr fordert der Umgang mit den Pferden und der Säge höchste Konzentration. Dabei geht es nicht um die Erfüllung von Teilaufgaben. Eine komplette Wertschöpfung schafft anfassbare Ergebnisse: vom Fällen der Bäume, über den Transport der Stämme mit Pferden oder aus eigener Kraft zum Sägewerk, hin zur gemeinsamen Weiterverarbeitung des Holzes. Es entstehen Objekte, wie zum Beispiel ein Stuhl, ein Tisch oder auch eine Bank. Möbel, die sich sehen lassen können.

 

Nimm Kontakt mit uns auf!


Die gestellten Aufgaben sind nur gemeinsam mit den anderen Kameraden zu bewältigen. In kleinen Schritten treten Veränderungen im Blick auf andere und dann auf sich selbst ein. Und die Zeit im Wald macht einfach Spaß und bewegt.

Du hast Dein Leben für uns eingesetzt! Jetzt sind wir für Dich da, damit es in Deinem Leben wieder besser wird.